Praktikum beim Wegewart der Samtgemeinde Leinebergland im Januar 2026
2026 wird der Ernst-Binnewies-Turm, auch Tafelbergturm genannt, 100 Jahre alt. Im Zuge dieses Jubiläums hat sich der Verein Hohe Tafel e. V. umfangreiche Renovierungsarbeiten am Turm und in der Umgebung des Turms vorgenommen. Unter anderem sollen drei in die Jahre gekommene Tische auf Rastplätzen ersetzt werden, außerdem soll die Brüstung der Turmkanzel eine neue Holzabdeckung erhalten und die alte in die Jahre gekommene, undichte Abdeckung ersetzen.
Im Rahmen eines Praktikums im Duinger Bauhof, das die Schriftführerin des Vereins Katja Wegener in der vorletzten Januarwoche 2026 absolvierte, planten der Wegewart der Samtgemeinde Leinebergland, Martin Gründel, und Katja Wegener, neben den üblichen Aufgaben des Wegewartes diese beiden Aufgaben anzugehen und drei Tisch-Bausätze zu erstellen. Die Arbeit an der Holzabdeckung für die Kanzel des Tafelbergturms sollte zumindest begonnen werden.
Am ersten und zweiten Morgen wurden zunächst die Pflichten des Wegewartes erledigt, sowohl Dienstag als auch Mittwoch wurden populäre Plätze im Leinebergland aufgesucht, von Müll befreit, Wanderkarten nachgefüllt und Ähnliches. Sonnenaufgang mit Blick bis zum Brocken inklusive! Anschließend ging es zurück in den Bauhof Duingen, um das
bereits gelieferte Holz (Lärche bzw. Douglasie) zuzuschneiden. Pünktlich zum Arbeitsschluss am Dienstag waren die insgesamt neun Teile für die drei Tischplatten fertig geschnitten, geschliffen und mit Leinöl-Firnis lasiert. Bis Mittwoch Mittag waren auch die Tisch-Gestelle zugeschnitten, gefräst, gebohrt, geschliffen und lasiert. Am Nachmittag ging es in den Ith. Dort mussten an verschiedenen Stellen auf den Weg gefallene Bäume beseitigt werden.
Die Bearbeitung der Holzabdeckung (8 etwa 2-Meter-Bohlen) am Donnerstag gestaltete sich etwas schwieriger, da nicht die optimalen Werkzeuge und Maschinen vorhanden waren. Es musste improvisiert werden. So wurden die für den konstruktiven Holzschutz erforderlichen Schrägen mit handwerklichem Geschick (M. Gründel) mit der Tischkreissäge auf die Oberseite der Bohlen aufgebracht. Anschließend wurden alle Bohlen an beiden Kanten der Unterseite mithilfe der Oberfräse mit einer sogenannten Abtropfkante versehen. Auch das eine Maßnahme zum konstruktiven Holzschutz. Nun mussten noch alle 16 eingesägten Schrägen mit dem elektrischen Hobel weiterbearbeitet und schließlich noch geschliffen werden. Vor Ort werden die Bohlen dann mithilfe einer 1:1-Schablone dem achteckigen Grundriss der Turmkanzel genau angepasst. Freitagmorgen wurden sämtliche Teile für die Tischbausätze in eine Scheune in Wallenstedt zur Zwischenlagerung verbracht.
Direkt im Anschluss wurde mit einer Dachdecker-Firma Tafelturm begangen. Der Verein Hohe Tafel hatte die Firma um einen Kostenvoranschlag für die fachgerechte Sanierung des ebenfalls undichten Turmkanzelbodens gebeten. Alles in allem eine ziemlich kalte, aber sehr produktive Woche! Der Verein Hohe Tafel e. V. bedankt sich herzlich bei der Samtgemeinde Leinebergland und insbesondere bei Martin Gründel für die hervorragende Zusammenarbeit.









